Die Auf­stei­ger

Im Schatten des Pokalendspiels feierten Amateurtrainer Stefan Emmerling und seine Truppe einen nahezu geräuschlosen Aufstieg. Ein Erfolg, der im Medienhype um die unaufsteigbaren Vizepokalsieger sogar gänzlich untergegangen wäre, hätte Willi Landgraf den scheußlich-schönen Pott vor dem Rathaus in den Himmel recken dürfen.
Foto: Carl Brunn

18 Min. Lesezeit

Kla­re Sache. Das Inter­es­se an der U23 war bis­lang nicht beson­ders aus­ge­prägt. Sonn­tags nach­mit­tags vor 300 Zuschau­ern: So sah der All­tag für den Unter­bau der Pro­fi­trup­pe vom Tivo­li aus. Doch es gibt Hoff­nung, und ihr Name ist Ober­li­ga Nord­rhein. Attrak­ti­ve Spie­le ste­hen auf dem Programm.

Ist das Gast­spiel von Schwarz-Weiß Essen noch eher etwas für den betag­ten Tivo­li-Zwöl­fen­der mit Ober­li­ga-West-Erfah­rung, dürf­ten die Nost­al­gie­du­el­le gegen Zweit­li­ga­ve­te­ra­nen wie Uni­on Solin­gen und For­tu­na Köln den einen oder ande­ren Mitt­frei­ßi­ger in die Mün­zen­berg-Kampf­bahn locken. Schließ­lich sind die Kin­der aus dem Gröbs­ten raus, ist die Frau längst durch­ge­brannt und fin­den sich in den Man­tel­ta­schen des alten Bun­des­wehr-Par­kas mit Sicher­heit noch ein paar Kon­fet­ti­res­te. Es ist zwar nur eine Mati­nee und kei­ne Flut­lich­schlacht, aber egal.

Die nächs­te und über­nächs­te Fan-Genera­ti­on freut sich hin­ge­gen eher auf ein Wie­der­se­hen mit Ste­phan Läm­mer­mann und Dirk Leh­mann, die jetzt das Dress der ein­zig wah­ren Borus­sia aus Frei­al­den­ho­ven tra­gen. Für jeden ist also etwas dabei. Man­fred Wer­ner, Ama­teurob­mann von Alemannia Aachen und weit weni­ger sprö­de, als sei­ne Amts­be­zeich­nung ver­mu­ten lässt, zeigt sich ver­hal­ten opti­mis­tisch: „Es wird bestimmt nicht mehr wie im letz­ten Jahr vor­kom­men, dass wir Spie­le aus­tra­gen, ohne dass ein Pres­se­ver­tre­ter anwe­send ist. Sei­ner­zeit muss­ten wir dann Ergeb­nis und Kurz­be­richt tele­fo­nisch durchgeben.“

Rasan­te Aufholjagd

Man­fred Wer­ner und der drah­ti­ge Ama­teur­trai­ner Ste­fan Emmer­ling wir­ken ent­spannt. Gemein­sam las­sen sie die ver­gan­ge­ne Sai­son noch ein­mal an sich vor­über­zie­hen: die holp­ri­ge Hin­run­de, in der die völ­lig neu for­mier­te Mann­schaft erst ein­mal ihren Rhyth­mus fin­den muss­te. Als es müh­sam erkämpf­te Sie­ge zu fei­ern und spä­te Gegen­to­re zu beflu­chen gab, die den Spit­zen­rei­ter FC Jun­kers­dorf schnell ent­ei­len ließen.

Erfolgs­coach Ste­fan Emmer­ling
Foto: Carl Brunn

Eigent­lich lief es erst so rich­tig rund, nach­dem die klei­nen Ale­man­nen das Spit­zen­spiel gegen eben die­se Jun­kers­dor­fer im März ver­lo­ren hat­te. Ledig­lich die kühns­ten Opti­mis­ten dach­ten da noch an die Meis­ter­schaft. „Neun Punk­te Rück­stand machen es einem natür­lich schwer, an eine sol­che Auf­hol­jagd zu glau­ben“, räumt Emmer­ling ein. Doch als es nur noch dar­um ging, den zwei­ten Platz zu fes­ti­gen, lief es plötz­lich wie am Schnürchen.

In Wes­se­ling und Hennef fei­er­ten die Aache­ner mun­te­re Kan­ter­sie­ge, in Brühl mit 14:1 gar ein Schüt­zen­fest. „In die­ser Zeit habe ich den Prä­si­den­ten von Jun­kers­dorf zufäl­lig am Flug­ha­fen getrof­fen. Und als er mir sag­te ‚Ihr habt aber einen Lauf‘, da war mir klar, dass die auf uns schau­en, dass sie unsi­cher wer­den. Da wuchs der Glau­be wieder.“

Die­ser Glau­be beflü­gel­te das Team zu acht Sie­gen in Fol­ge. Mit einem Sieg gegen den FSV Gei­len­kir­chen-Hüns­ho­ven am letz­ten Spiel­tag konn­te bei einem gleich­zei­ti­gen Pat­zer der Jun­kers­dor­fer beim FV Bad Hon­nef tat­säch­lich noch der direk­te Auf­stieg gelin­gen. Doch in der Dra­ma­tur­gie die­ses letz­ten Spiel­ta­ges schien ein sol­ches Sze­na­rio zunächst nicht vor­ge­se­hen. „Wir gerie­ten unglück­lich in Rück­stand, konn­ten aber vor der Halb­zeit­pau­se noch aus­glei­chen. Über den Zwi­schen­stand in Bad Hon­nef waren wir jeder­zeit infor­miert, wuss­ten also, dass es dort zur Pau­se noch 0:0 stand. Da galt es ein­fach, wei­ter anzu­grei­fen. Nun, es hat gereicht. Und aus­ge­rech­net Bala­ban hat das Tor gemacht.“ Ste­fan Emmer­ling lächelt ver­schmitzt. Aus­ge­rech­net Bala­ban, den er in der Pau­se eigent­lich hat­te aus­wech­seln wol­len, weil er bereits mit Gelb vor­be­las­tet war.

„Ich habe ihn dann aber wegen sei­ner Tor­ge­fähr­lich­keit doch drauf­ge­las­sen.“ Eine gute Ent­schei­dung. Mit sei­nem Kil­ler­tor zwei Minu­ten vor Schluss schoss der Held des Tages Aachens U23 in die Ober­li­ga. In Bad Hon­nef war es beim tor­lo­sen Unent­schie­den geblieben.

Offen­si­ve Grundausrichtung

Nach dem Abstieg aus der Ober­li­ga im Früh­jahr 2003 war die Rück­kehr zwar das gro­ße Ziel, aber nicht zwin­gend zu erwar­ten gewe­sen. „Es waren nur noch fünf Spie­ler aus dem alten Stamm geblie­ben“, erzählt Man­fred Wer­ner. „Die dama­li­ge Ober­li­ga­mann­schaft war ein zusam­men­ge­schus­ter­tes Team mit Leih­ga­ben aus dem Pro­fi­ka­der.“ Zu Beginn der Spiel­zeit galt es daher 15 neue Spie­ler zu inte­grie­ren. Eine Auf­ga­be, die Geduld erfor­der­te, zumal die letz­ten Neu­zu­gän­ge erst drei Wochen nach Trai­nings­be­ginn in die Sai­son­vor­be­rei­tung einstiegen.

Ste­fan Emmer­ling, der die Mann­schaft in der Rol­le des Feu­er­wehr­man­nes viel zu spät in die Hand bekam und den Abstieg nicht mehr hat­te ver­hin­dern kön­nen, tüf­tel­te lan­ge an einem neu­en Mann­schafts­ge­fü­ge. Es wur­de getes­tet, es wur­de pro­biert. Bis end­lich die rund­erneu­er­te U23 beim Tur­nier in Brei­nig im August 2003 erst­mals ihr Poten­zi­al andeu­te­te. Frei­al­den­ho­ven, der klas­sen­hö­he­re Ober­li­gist wur­de 4:1 vom Platz gefegt. Nur ein Freund­schafts­spiel zwar, aber in der Retro­spek­ti­ve des Trai­ners ein abso­lu­ter Mei­len­stein auf dem Weg zum Titel­ge­winn: „Das war in mei­nen Augen das ent­schei­den­de Spiel für die gesam­te Saison.“

An der offen­si­ven Grund­aus­rich­tung soll auch in der Ober­li­ga fest­ge­hal­ten wer­den. „Es wird kei­ne gro­ße Ver­än­de­rung im Sys­tem geben. Die Mann­schaft wür­de es mir nicht abneh­men, wenn ich sagen wür­de, dass wir jetzt auf Sicher­heit spie­len. Druck machen, nach vor­ne spie­len, das sind unse­re Stär­ken.“ Doch Vor­sicht ist ange­bracht. Immer­hin sind die Geg­ner in die­ser Spiel­klas­se mit zahl­rei­chen Ex-Pro­fis bestückt. Ein Weg, den Aachen nicht beschrei­ten wird. Umju­bel­te Alt­stars wie Ste­phan Läm­mer­mann wären zwar nach dem Geschmack der Fans, in einer U23 aber fehl am Platz.

Der ehe­ma­li­ge Duis­bur­ger Emmer­ling, der Talen­te an die ers­te Mann­schaft her­an­füh­ren soll, ver­folgt ande­re Kon­zep­te. „Zunächst ist es wich­tig, den Stamm gehal­ten zu haben. Bei den Neu­zu­gän­gen haben wir uns vor allem im Aache­ner Raum umge­se­hen. Ein­zi­ge Aus­nah­me ist hier­bei Jan Wul­ff, der von den Ama­teu­ren des KSC kommt. Alles in allem set­zen wir auf jun­ge Spie­ler und den Glau­ben an ihre Weiterentwicklung.“

Bei der Ziel­set­zung rea­lis­tisch bleiben

„Aache­ner Raum“ klingt erst ein­mal gut. Nur ungern erin­nert man sich an die Zei­ten, in denen die Talen­te der Regi­on im gro­ßen Bogen um Alemannia her­um direkt nach Köln oder Glad­bach abwan­der­ten. Vor allem auch, so das ärger­li­che Gerücht, weil das Ver­hält­nis der Schwarz-Gel­ben zu den ande­ren Ver­ei­nen der Stadt belas­tet war.

„Doch Alemannia“, glaubt Ste­fan Emmer­ling, „hat wie­der einen guten Namen im Pro­fi­fuß­ball.“ Durch die Erfol­ge der Pro­fis und die soli­de Arbeit des Prä­si­di­ums wer­de auch die Ama­teur­mann­schaft als gute Adres­se für jun­ge Spie­ler auf­ge­wer­tet. Bleibt die Fra­ge, ob die Trup­pe auch ohne Dau­er­leih­ga­ben aus dem Pro­fi­ka­der in der Ober­li­ga wird bestehen können.

„Viel­leicht kön­nen wir dem einen oder ande­ren einen Schub­ser in den Pro­fi­fuß­ball geben.“

U23-Coach Emmer­ling misst die Zie­le des Alemannia-Unter­baus nicht nur an Tabllenständen

Als Favo­ri­ten sind Vel­bert und die Ama­teur­teams aus Lever­ku­sen und Mön­chen­glad­bach aus­ge­macht. Doch auch Ver­ei­ne wie Kle­ve, Bocholt oder Schwarz-Weiß Essen könn­ten im Kampf um die vor­ders­ten Plät­ze ein erns­tes Wört­chen mit­re­den. Und die Ale­man­nen? Sie geben sich beschei­den bei der Defi­ni­ti­on ihres Sai­son­zie­les. „Wir wür­den ger­ne oben mit­spie­len“, so der Trai­ner, „den­ken aber rea­lis­tisch und wol­len so früh wie mög­lich nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Eine Wei­ter­ent­wick­lung unse­rer Spie­ler und somit der Mann­schaft ist ein wei­te­res Ziel. Viel­leicht kön­nen wir dem einen oder ande­ren einen Schub­ser in den Pro­fi­fuß­ball geben.“

Man­fred Wer­ner ergänzt: „Wir haben einen sehr jun­gen Kader mit einem Durch­schnitts­al­ter von 21,1 Jah­ren. Ben Man­ga ist mit 30 der Ältes­te. Da muss das Augen­merk natür­lich auch auf eben die­ser Ent­wick­lung lie­gen.“ Gemes­sen an der Zahl der Talen­te, die sich im Pro­fi­fuß­ball eta­bliert haben, fällt die Erfolgs­bi­lanz der letz­ten Jah­re aller­dings ernüch­ternd aus. Seit gerau­mer Zeit hat kein Ama­teur mehr den Sprung in die Ers­te geschafft.

Auch Edwin Bedia­ko nicht. Immer für einen kapi­ta­len Bock gut, hat er die durch den Aus­fall von Qui­do Lan­zaat geris­se­ne Lücke im Abwehr­be­reich nie wirk­lich schlie­ßen kön­nen. Fol­ge­rich­tig wur­de er wie­der zu den Ama­teu­ren ver­setzt. Rück­kehr eher unwahr­schein­lich. Von den ande­ren erhielt nur Fabi­an Ewertz eine Chan­ce. Aller­dings wuss­te auch er nicht über­zeu­gen und steht der­zeit auch in Osna­brück in der Kri­tik. Ein qua­li­ta­ti­ves Pro­blem also? Oder waren Ber­ger und Engel zu vor­sich­tig? „Das war eben Ver­bands­li­ga“, resü­miert Man­fred Wer­ner, „da wird man noch eher belä­chelt. Für die Jungs war es scha­de, auch in Test­spie­len nicht rein­ge­wor­fen wor­den zu sein.“

Koope­ra­ti­on mit den Profis

Um das Aben­teu­er Ober­li­ga zu bestehen, wur­de das Team vor allem in der Brei­te ver­stärkt. Schwarz-gel­be Roo­nies oder Podol­skis sind also vor­erst nicht zu erwar­ten, wenn­gleich Ste­fan Emmer­ling über­ra­schen­de Leis­tungs­schü­be nicht aus­schlie­ßen will. So wie bei Tom Moos­may­er im letz­ten Jahr. Doch auch für ihn gilt: Ohne Wei­ter­ent­wick­lung kein Kar­rie­re­sprung. Denn der auf 23 Spie­ler ange­wach­se­ne Pro­fi­ka­der macht die Gren­ze zwi­schen Ama­teur- und Pro­fi­be­reich nicht unbe­dingt durchlässiger.

„Die­ter Hecking und ich, wir ken­nen und schät­zen uns. Unse­re Auf­fas­sun­gen von Fuß­ball schei­nen nicht weit aus­ein­an­der zu liegen.“

Ste­fan Emmer­ling sieht die Vor­aus­set­zun­gen für eine frucht­ba­re Zusam­men­ar­beit gegeben

Wel­che Spie­ler nach sei­ner Ansicht die größ­ten Chan­cen zum Sprung nach oben haben, lässt sich ihr Coach nicht ent­lo­cken, zumal in die­ser Hin­sicht ohne­hin Die­ter Hecking und Dirk Brem­ser das letz­te Wort haben wer­den. „Grund­sätz­lich ist bei den bei­den Inter­es­se da, jun­ge Spie­ler her­an­schnup­pern zu las­sen“, berich­tet Emmer­ling. „Wir haben uns dar­auf geei­nigt, erst ein paar Spie­le ins Land gehen zu las­sen und uns dann noch ein­mal zusam­men­zu­set­zen. Die­ter Hecking und ich, wir ken­nen und schät­zen uns, haben uns sowohl als Spie­ler, als auch als Trai­ner schon gegen­über­ge­stan­den. Unse­re Auf­fas­sun­gen von Fuß­ball schei­nen nicht weit aus­ein­an­der zu liegen.“

Es ist Trai­nings­zeit. Die Jungs kla­ckern bereits Rich­tung Trai­nings­platz, wo in der Abend­son­ne Kon­di­ti­on gebolzt wird. „Tag, Herr Wer­ner.“ „Hal­lo, Herr Wer­ner.“ Kreuz­brav defi­lie­ren sie vor­bei und geben ihrem Obmann die Hand. Einer nach dem ande­ren. Sieht so die ver­wöhn­te Jugend aus, von der im Zusam­men­hang mit der Mise­re des deut­schen Fuß­balls immer die Rede ist?

Für Man­fred Wer­ner, der sich ein dif­fe­ren­zier­te­res Bild gemacht hat, ist das ein Kli­schee, das der Rea­li­tät nur bedingt stand­hält. „Auf der einen Sei­te wird es den Spie­lern zu leicht gemacht, vie­les wird ihnen nach­ge­tra­gen. Das muss man den Ver­ei­nen und nicht ihnen vor­wer­fen. Auf der ande­ren Sei­te geht heu­te alles viel zu schnell. Sie wer­den in einem Moment hoch­ge­pusht, im nächs­ten zusam­men­ge­schis­sen. Ich bin mir sicher, dass über­all wei­te­re Podol­skis schlum­mern. Sie müs­sen ein­fach nur das Glück haben, einen Trai­ner zu fin­den, der bereit ist, sie rein­zu­wer­fen. Dass das dann kurz­fris­tig die Heils­brin­ger sein wer­den, ist natür­lich utopisch.“

Kom­mu­ni­ka­ti­on erwünscht

Man­fred Wer­ner, seit 1991 im Ver­ein, ist voll in die sport­li­che Pla­nun­gen des Ama­teur­teams ein­ge­bun­den und weiß, wovon er spricht. Zusam­men mit Ste­fan Emmer­ling und Co-Trai­ner Frank Stolz beob­ach­tet er poten­ti­el­le Neu­zu­gän­ge und stellt die Kon­tak­te zu die­sen Spie­lern her. Er ist bei jedem Spiel dabei und vor allem auch Ansprech­part­ner für die außer­sport­li­chen Din­ge. Der Respekt, den die Spie­ler ihm ent­ge­gen­brin­gen, gilt vor allem dem Fak­to­tum, das sich um alles küm­mert, weni­ger dem ein­fluss­rei­chen Vereinsfunktionär.

Vie­le Trai­ner, Mana­ger, Spie­ler und Prä­si­den­ten hat er kom­men und gehen gese­hen. Er weiß, wo der Schuh drückt im Ver­ein. Und vor allem wünscht er sich wesent­lich mehr Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen den ein­zel­nen Abtei­lun­gen. „Gera­de in der Anfangs­pha­se einer Sai­son hal­te ich es für wich­tig, sich mit Profi‑, Ama­teur- und Jugend­ab­tei­lung zusam­men­zu­set­zen und etwas Über­grei­fen­des zu schaf­fen. Ein sol­ches Gespräch ein­mal pro Monat wäre zu die­sem Zweck schon sehr hilf­reich, denn die Hand­lun­gen des einen Bereichs haben ja auch unmit­tel­bar Wir­kung auf die anderen.“

„Im Ide­al­fall soll­ten jun­ge Spie­ler schon in der C‑Jugend zur Alemannia sto­ßen und dann suk­zes­si­ve hoch­ge­zo­gen werden.“

Ama­teur-Obmann Man­fred Wer­ner sähe ger­ne ein ein­heit­li­ches Kon­zept etabliert

Das bei den Ama­teu­ren bereits prak­ti­zier­te Kon­zept, auf Spie­ler aus dem Raum Aachen zu set­zen, sähe er ger­ne auch im Jugend­be­reich umge­setzt. „Ich bin natür­lich nicht blau­äu­gig und sehe ein, dass man sich über den Aache­ner Raum hin­aus bewe­gen muss, um pas­sen­de Spie­ler für die A‑Ju­gend-Bun­des­li­ga zu fin­den. Aber ich den­ke, da muss ein Mit­tel­weg gefun­den wer­den. Ohne­hin wäre es sehr begrü­ßens­wert, ein ein­heit­li­ches Kon­zept zu fin­den. Im Ide­al­fall soll­ten jun­ge Spie­ler schon in der C‑Jugend zur Alemannia sto­ßen und dann suk­zes­si­ve hoch­ge­zo­gen werden.“

Es ist spät gewor­den. Auf dem Neben­platz vom Tivo­li holen sich die Nach­wuchs-Ale­man­nen mit Sprin­tübun­gen die Sprit­zig­keit für die neue Sai­son. Beim Auf­bruch lässt Man­fred Wer­ner es sich nicht neh­men, ein­mal zum Besuch der Heim­spie­le der U23 auf­zu­for­dern. Mehr Zuschau­er für sei­ne Jungs erhofft er sich beson­ders von der Renais­sance einer alten Idee.

„Vor eini­gen Jah­ren haben wir das so gehand­habt, dass Dau­er­kar­ten­be­sit­zer umsonst oder zumin­dest ermä­ßigt unse­re Spie­le schau­en durf­ten. Eine Wie­der­ein­füh­rung die­ses Sys­tems hiel­te ich für sinn­voll.“ Dafür hat er sich sogar schon per­sön­lich bei Alemannia-Geschäfts­führer Bernd Maas eingesetzt.

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Als wir die ersten Buchstaben tippten, um unsere fixe Idee eines Alemannia-Magazins in die Tat umzusetzen, spielte Henri Heeren noch in Schwarz-Gelb. Jupp Ivanovic machte drei Buden am Millerntor und trotzdem träumte niemand von Bundesliga oder Europapokal. Das ist lange her. In der Zwischenzeit waren wir mit dem TSV ganz oben. Wir sind mit ihm ziemlich unten. Aufgehört haben wir unterwegs irgendwie nie. Neue Ausgaben kamen mal in größeren, mal in kleineren Abständen. Und jetzt schreiben wir halt auch noch das Internet voll.

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