Drei Monate ist es mittlerweile her, dass die Alemannia ihren 125. Geburtstag gefeiert hat. Ungefähr ebenso lange liegt ein richtig dickes Ding in den Buchläden der Kaiserstadt und ihrer Städteregion: Zum Jubiläum hat eine Gruppe schwarz-gelber Enthusiasten eine Chronik auf den Markt geworfen, die jedem Fan des TSV Freudentränen in die Augen treibt. Gut zweieinhalb Jahre Redaktionsarbeit hat das Team um Alemannia-Archivar Lutz van Hasselt investiert. Am Ende lag derart viel Material auf dem Tisch, dass es für ein einziges Buch viel zu viel geworden war.

Foto: Carl Brunn
Inhalte zu streichen, kam natürlich nicht in Frage. Folgerichtig umfasst die „Chronik der Alemannia von 1900 bis heute“ zwei Bücher … beide auf insgesamt rund 700 Seiten randvoll mit der offiziellen Geschichte und inoffiziellen Anekdoten, mit sämtlichen Tabellen und historischen Zeitungsartikeln, mit Tickets aus längst vergangenen Tagen, geschichtsträchtigen Dokumenten und massig Material für Freunde der Statistik. Und immer wieder mit sensationellen, vielfach bislang unveröffentlichten Fotos. Nicht zuletzt diese Bilder sind es, die einen tief in die Chronik hineinsaugen und selbst bereits zigmal gehörte Begebenheiten aus der Alemannia-Vergangenheit noch einmal ganz neu erlebbar machen.

Foto: Carl Brunn
Ähnlich grandios ist das Bonusmaterial der Deluxe-Ausgabe. Ein Almanach mit allen (!) Spielern, die je die Schuhe für die Alemannia geschnürt haben, gehört ebenso dazu, wie Postkarten mit historischen Motiven und ein Poster mit etlichen Trikots von Kaiserbrunnen bis AM. Insgesamt liefert die Alemannia-Chronik auch gut drei Monate nach ihrem Erscheinen noch ständig neue Fundstücke zutage, sobald man sie wieder in die Hand nimmt. Diese beiden Bücher fühlen sich an, als wären sie nie ganz zuende gelesen.

Foto: Carl Brunn
Das wird jeder bestätigen, der diesen wunderbaren Wälzer neulich unterm Tannenbaum liegen hatte. Und wer nicht zu diesen Glücklichen zählt, hat die Tage ja eine neue Chance, wenn der Osterhase kommt. Sollte der mangels Muckis die Chronik nicht schleppen können, bleibt immer noch Plan C: die Buchläden der Kaiserstadt und Städteregion.
