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						<title>IN DER PRATSCH</title>
						<link>http://www.inderpratsch.de</link>
						<description>Unabhaengiges Magazin fuer abhaengige Alemannen</description>
						<language>de</language>
<item>
				<title>Verlängerung: Die Wartezeit ist noch nicht vorbei.</title>
				<link>http://www.inderpratsch.de/article.php?id=32</link>
				<description><![CDATA[<p><span class="subheadline_texte">Same procedure as every year</span></p>
<p><img class="img_texte_rechts" title="Jedes Jahr der gleiche Spaß." src="http://www.inderpratsch.de/images/dinnerforone.jpg" alt="Jedes Jahr der gleiche Spaß." width="350" height="263" />Kurz vor Beginn der Rückrunde möchten wir Euch allen ein frohes neues Jahr wünschen. Das kommt vielleicht ein bisschen spät. Aber immerhin ist »Spät« auch unser aller zweiter Vorname. Womit wir zum unerfreulichen Teil dieser Mitteilung kommen:</p>
<p>Traditionsbewusst wie wir nun einmal sind, machen wir alles wie immer. Oder zumindest wie zuletzt. IN DER PRATSCH 15 wird nicht wie geplant zum Heimspiel gegen Karlsruhe in den Regalen der Verkaufsstellen stehen. Essentielle Teile des Heftes sind nicht rechtzeitig fertig geworden. Weil wir unseren Ausredenkatalog im Vorlauf der letzten Ausgaben schon überstrapaziert haben, fangen wir jetzt erst gar nicht an, die Gründe zu erläutern. Stattdessen streuen wir etwas Asche auf unsere Häupter. Und geben danach alles, das neue Heft gegen Ende des Monats abzuliefern. Des Monats Januar, wohlgemerkt.</p>]]></description>
				
				<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 00:00:00 +0200</pubDate>
			</item><item>
				<title>Abserviert: Klick und weg und klick</title>
				<link>http://www.inderpratsch.de/article.php?id=31</link>
				<description><![CDATA[<p><span class="subheadline_texte">Die Bornemann-<span style="text-decoration: line-through;">Verschwörung</span>Beurlaubung</span></p>
<p>Der Verlauf der letzten Tage ist mit Fug und Recht als
rasant zu bezeichnen. Noch Mitte vergangener Woche bekundete Geschäftsführer
Frithjof Kraemer <a href="http://www.az-web.de/sport/alemannia-aachen-detail-az/1127837?_link=topnews&amp;amp;skip=&amp;amp;_g=Arbeit-die-in-allen-Bereichen-ueberzeugt.html" target="_blank">sein unbedingtes Interesse</a> an einer weiteren Zusammenarbeit
mit Andreas Bornemann. Wenige Tage und eine lustlose Darbietung der Mannschaft gegen
Rot Weiß Ahlen später ist dieser trotzdem seinen Job los. Gerade einmal neunzig
Minuten Arbeitsverweigerung lagen zwischen »in allen Bereichen überzeugend« und
»auf Wiedersehen«. Genauer gesagt: neunzig Minuten Arbeitsverweigerung und ein virtueller
Erdrutsch.</p>
<p><img class="img_texte_rechts" title="Kein Schwein klickt uns an." src="http://www.inderpratsch.de/images/screen-tsv.jpg" alt="Kein Schwein klickt uns an." width="380" height="229" />Vergangenen Donnerstag veröffentlichte der
Online-Mediendienst meedia.de die Oktober-Zugriffszahlen auf die Homepages
aller deutschen Profifußballvereine. Und auch in <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/der-fc-bayern-ist-deutscher-internet-meister_100024798.html?tx_ttnews[backPid" target="_blank">dieser Tabelle</a> ist die
Alemannia in den Keller gesackt. Hatte im September die zehntägige Suche nach einem
neuen Trainer noch mächtig Besucher gezogen, war das Interesse an geschönten
Spielberichten, immergleichen »Stimmen zum Spiel« und Event-Ankündigungen zuletzt
massiv eingebrochen. Wie schön, dass sich da pünktlich zum Monatsende mit dem
Sportdirektor ein multimediales Bauernopfer gefunden hat.</p>
<p>Denn gestaltet sich die Suche nach dem Bornemann-Nachfolger
ähnlich unterhaltsam wie die nach <span style="text-decoration: line-through;">Peter Vollmann</span> Michael Krüger, dürften
Scharen von Schaulustigen in den nächsten Tagen der Alemannia die Online-Türe
einrennen. Mit diesem Elendstourismus 2.0 wäre zumindest ein Abwärtstrend schon
einmal gestoppt. Den drohenden Fall in die sportliche Drittklassigkeit bekommen
die Schwarz-Gelben bestimmt auch demnächst in den Griff. Bis Mai ist es ja noch
lang. Und man kann sich schließlich nicht um alles gleichzeitig kümmern.</p>]]></description>
				
				<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 00:00:00 +0200</pubDate>
			</item><item>
				<title>Zwischenruf: Nicht ganz richtig</title>
				<link>http://www.inderpratsch.de/article.php?id=30</link>
				<description><![CDATA[<p><span class="subheadline_texte">Ganz im Gegenteil</span></p>
<p><img class="img_texte_links" title="Süddeutsche: 5.10.2009" src="http://www.inderpratsch.de/images/SZ.jpg" alt="SZ" width="198" height="300" />»Und? Wie war es in Nürnberg?« Diese Frage hat jeder aus dem
Pratsch-Septett in den letzten vierzehn Tagen mehrfach gestellt bekommen.
Inzwischen sind alle Verwandten, Freunde und Bekannten im ausreichenden Masse
informiert. Wobei wir es eigentlich auch belassen wollten. Denn ganz ehrlich:
Wen da draußen interessieren schon ernsthaft die Details unseres kleinen
Redaktionsausflugs ins Frankenland? Ein Abend mit Katrin Müller-Hohenstein,
César Luis Menotti und »Jünter«. Wie spannend! Schilderungen von Zugfahrten,
nebst Aufzählen der vernichteten Gerstenkaltschalen waren ohnehin noch nie
unsere Stärke. Darum hatten wir Block und Bleistift ganz bewusst zu Hause
gelassen. Das Schreiben über die Fußball-Kultur-Gala wollten wir den Damen und
Herren überlassen, die sich damit auskennen. Mit Gala-Berichterstattung,
wohlgemerkt. Nicht unbedingt mit Fußball-Kultur.</p>
<p>Als uns jetzt ein Schnipsel aus der »Süddeutschen Zeitung«
in die Hand fiel, sahen wir uns aber gezwungen, eine Kleinigkeit richtig zu
stellen. Schließlich hat SZ-Schreiberin Birgit Schönau unserem Preisabholer da
etwas in den Mund gelegt, das so nicht gesagt worden ist. <a href="http://fussball-kultur.org/v01/de/pub/index.html?poolID=1&amp;amp;artikelID=4096&amp;amp;navID=932&amp;amp;IDS=xVLeV8yv" target="_blank">Zumindest nicht von
ihm</a>. Weder er noch irgendjemand sonst aus der Redaktion erhebt den Anspruch, die
Kurve zu alphabetisieren. Ganz im Gegenteil. Auf lange Sicht wollen wir weg von
den lästigen Texten. Die Fotostrecke in der letzten Ausgabe war ein erster
Schritt in die richtige Richtung. Und um zu zeigen, wie ernst uns diese Sache ist,
bereiten wir derzeit die Gründung eines eigenen Fanklubs vor. Fest steht bislang
allerdings nur der Name: »Anal-Phabetika-Fanklub«. Alles Weitere klären wir
nach dem Erscheinen unseres nächsten Heftes. IN DER PRATSCH 15 kommt im
Dezember. Vorerst noch mit Buchstaben. Dafür aber garantiert ohne Gala und
Gerstenkaltschale.</p>]]></description>
				
				<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 00:00:00 +0200</pubDate>
			</item><item>
				<title>Ausgezeichnet: Jetzt reden wir.</title>
				<link>http://www.inderpratsch.de/article.php?id=29</link>
				<description><![CDATA[<p><span class="subheadline_texte">»Es ist eine
Sensation.«</span><br /><br /> <em>Seit vergangenen Freitag steht es fest: IN DER PRATSCH ist
das »<a href="http://fussball-kultur.org/v01/de/pub/index.html?navID=917&amp;amp;poolID=3963&amp;amp;IDS=7zzwYGLz" target="_blank">Fanzine des Jahres</a>«. Auch ein Wochenende nebst intensiver
Redaktionsparty später erscheint den Machern diese Auszeichnung höchst
surreal. Die Stimmen zur Wahl.</em></p>
<p><img class="img_texte_links" title="Wenn Ihr uns fragt..." src="http://www.inderpratsch.de/images/mikros.jpg" alt="Wenn Ihr uns fragt..." width="330" height="225" /><strong>Wolfram Esser</strong>: »Der Erwartungsdruck war immens.
Zentnerschwer lastete der Gemütszustand einer ganzen fußballverrückten Region
auf unseren Schultern. Doch wir haben uns dieser Situation gestellt und sie in
einem beispiellosen Kraftakt gemeistert. Auf diesen Erfolg können wir in den
kommenden, schweren Wochen aufbauen.«</p>
<p><strong>Carl Brunn</strong>: »Ich kann es immer noch nicht so recht
begreifen. Davon muss ich mir erstmal ein Bild machen.«</p>
<p><strong>Amien Idries</strong>: »Im Grunde waren wir schon froh, überhaupt
nominiert worden zu sein. Die Konkurrenz war stark. Viele der anderen Blätter
haben schließlich deutlich bessere finanzielle Möglichkeiten. Zum Teil wird da
unter regelrecht professionellen Bedingungen gearbeitet. Dass es für uns trotzdem
zum Sieg gereicht hat, ist mehr als eine Überraschung. Es ist eine Sensation.«</p>
<p><strong>Ingo Deloie</strong>: »Wo es nichts kritisch begleitend zu berichten
gibt, greift kritisch begleitende Berichterstattung ins Leere. Daher gilt mein
besonderer Dank den diversen Gremien der Alemannia, die uns diesbezüglich immer
so hervorragend zuarbeiten. Eine Vereinszeitschrift, wie von der Jury
proklamiert, sind wir deswegen aber noch lange nicht.«</p>
<p><strong>Carsten Schmidt</strong>: »Es war ein knapper, aber letzten Endes
wohl verdienter Sieg. Wir mussten bis an die Grenzen unserer Leistungsfähigkeit
gehen. Und teilweise sogar darüber hinaus. Bis zuletzt hat uns St. Pauli enorme
Probleme bereitet. Gegen den ›Übersteiger‹ werden es auch andere Magazine noch
sehr schwer haben.«</p>
<p><strong>Günther Dollendorf</strong>: »Unsere abwartende Herangehensweise hat
sich bezahlt gemacht. Schließlich verfügen unsere Gegner teilweise über
hervorragende Individualisten. Aber wir haben uns als Kollektiv dagegen
gestemmt, haben defensiv jederzeit kompakt gestanden und zum richtigen
Zeitpunkt die entscheidenden Nadelstiche setzen können. Ich bin überglücklich.«</p>
<p><strong>Christoph Löhr</strong>: »Natürlich überwiegt die Freude. Mit diesem
Titel im Rücken lässt sich in den nächsten Ausgaben befreit aufschreiben. Ein
Wehrmutstropfen bleibt allerdings: Die DFL hat für den Tag der Preisverleihung
das Heimspiel gegen Energie Cottbus angesetzt. Dieses Fußballfest werden wir nun
schweren Herzens verpassen.«</p>
<p><strong>Chantal de Winter</strong>: »Der erste Moment, wo mich die Jungens das mit
der Preis verklickert haben, hab ich das ersemal nicht für wahr jenommen. Der
zweite Moment hab ich dann en Pikkolöchen jeköpft. Man muss de Feste feiern,
wie se da liejen. Hat mein Omma auch immer jesacht.«</p>]]></description>
				
				<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 00:00:00 +0200</pubDate>
			</item><item>
				<title>Sidekick: Aus eins mach zwei.</title>
				<link>http://www.inderpratsch.de/article.php?id=28</link>
				<description><![CDATA[<p><span class="subheadline_texte">Böses Spiel, gute Miene</span></p>
<p><img class="img_texte_links" title="Villabajo feiert, Villariba spult das Programm ab." src="http://www.inderpratsch.de/images/_W4B5359.jpg" alt="Villabajo feiert, Villariba spult das Programm ab." width="200" height="300" />Montag Abend, kurz nach zehn. Ausgerechnet zur Premiere
ihres neuen Stadions ist die Alemannia gerade mit 0:5 aufs Übelste verhauen
worden. Die höchste Heimniederlage seit 62 Jahren kommt eher einer Ent- denn
einer Einweihung dieser Hochglanzarena gleich. Mit dem Abpfiff hat das Elend
endlich ein Ende. Lange Gesichter beherrschen die Szenerie. Ein Großteil der
Zuschauer, die es bis hierhin ausgehalten haben, verlassen fluchtartig den Ort
des Geschehens. Allein der Gästeblock feiert. Nicht gerade der perfekte Zeitpunkt für einen letzten Auftritt.
Aber die beiden da oben auf der Videoleinwand ziehen die Nummer professionell
durch. Ohne Abmoderation ist die Show schließlich nicht rund. Er wünscht einen
guten Heimweg, sie noch einen schönen Abend. Und dann: Werbung.</p>
<p>Nein, man kann
wirklich nicht behaupten, dass sich die Verantwortlichen der Alemannia auf dem
Weg in die Moderne ihrer Tradition verschließen. Immerhin hat man den
altbewährten Stadionsprecher mit hinüber in die neue Schüssel genommen. Einen
Party- und Marktschreier wie in Mainz wird es hier in Aachen bis auf weiteres
nicht geben. Stattdessen hat man sich für eine andere Variante der Bespaßung
entschieden. Ab heute wird hin- und hergeschaltet. Robert Moonen hat mit der
Radioreporterin Sara Tim jetzt einen Sidekick. So wie Harald Schmidt den
Feuerstein hatte, den Andrack und auch den Pocher. Nur kommen die beiden eher wie
die schwarz-gelbe Antwort auf Marianne und Michael daher.</p>
<p>Robert ist das Opium
fürs Old-School-Volk, Sara das Speed für die Event-Liebhaber. Er moderiert,
sie sammelt Stimmen und Stimmungen. Auch wenn sie dafür in alle
Himmelsrichtungen hetzen muss. Auf der Westtribüne palavert sie mit VIPs, im
Süden wartet schon der Fan des Tages. Oder besser: die Fanin. Dass es bei deren
Präsentation schon 0:4 steht, kann man der emsigen Field-Reporterin wahrlich
nicht anlasten. Dass sie der Geehrten weiterhin viel Spaß beim Spiel wünscht,
irgendwie schon. Und dann doch wieder nicht. Sara ist schließlich nicht für
Fußball hier. Alles was mit Kicken zu tun hat, ist Roberts Job. Mit dem
Durchsagen der Gegentore hat er an diesem Abend den deutlich unlustigeren Part
übernommen. Als das dynamische Duo zur Abmoderation dieses unerfreulichen
Abends endlich vereint vor der Kamera steht, kann er trotzdem immer noch
lächeln. The show must go on. Auf der Videoleinwand haben lange Gesichter nichts zu suchen. Sara
muss man das ohnehin nicht zweimal sagen.</p>]]></description>
				
				<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 00:00:00 +0200</pubDate>
			</item><item>
				<title>Auf ein Neues: Der Ernst des Lebens</title>
				<link>http://www.inderpratsch.de/article.php?id=27</link>
				<description><![CDATA[<p><span class="subheadline_texte">Schluss mit lustig</span></p>
<p><img class="img_texte_links" title="Endlich wieder Fußball?" src="http://www.inderpratsch.de/images/Play_the_man.jpg" alt="Endlich wieder Fußball?" width="208" height="300" />Jetzt ist sie also vorbei. Mit dem Anpfiff der
DFB-Pokalpartien heute Abend wird die Sommerpause 2009 endgültig zu den Akten
gelegt. Auch für die Alemannia fängt in zwei Tagen <a href="http://www.kicker.de/news/fussball/dfbpokal/spielrunde/dfb-pokal/2009-10/1/935991/spielvorschau_torgelower-sv-greif-5590_alemannia-aachen-110.html" target="_blank">der sportliche Ernst des
Lebens</a> wieder an. Schade eigentlich. Denn auch ohne richtigen Fußball hatten
wir in den letzten zwei Monaten eine Menge Spaß. Was einem da nicht alles
geboten wurde. Superlative soweit das Auge reichte. Da wird selbst das Sparten-
und Bezahlfernsehen mit seinen Versprechen der Sorte „Die spannendste Zweite
Liga aller Zeiten" in der kommenden Spielzeit kaum mithalten können.
Schließlich konnten wir die rasanteste Jahreshauptversammlung, den
ertragreichsten Spielerverkauf und das <a href="http://bit.ly/JnMVN" target="_blank">feurigste</a> <a href="http://bit.ly/V70rw" target="_blank">Feuerwerk</a> beim traurigsten
Stadionabschied der Vereinsgeschichte bestaunen. Wer braucht da schon
irgendwelches Gekicke und Gebolze?</p>
<p>Selbst das allmorgendliche Zeitungslesen hat
richtig Laune gemacht. Kein Schönschreiben irgendwelcher Langweilerpartien. Einfach
nur Fakten, Fakten, Fakten. Die lokale Presse überschlug sich mit Wasserstandsmeldungen
vom Transfermarkt, von der Baustelle und aus dem Verwaltungsrat. Sogar noch ein
Schippchen drauf legten die Kollegen aus dem Hause Springer. Mit ihren
Insider-Berichten aus dem Trainingslager der Alemannia setzten sie Maßstäbe in
Sachen ästhetischer Text-Foto-Kombination. Hervé Oussalé <a href="http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/zweite-liga/2009/07/21/alemannia-aachen/oussale-einsamer-afrikaner.html" target="_blank">auf der Alm</a>, Thorsten
Stuckmann <a href="http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/zweite-liga/2009/07/25/alemannia-aachen/thorsten-stuckmann-macht-torwart-training-im-pool.html" target="_blank">beim Unterwasser-Training</a>. Das war wirklich BILDende Kunst.
Zugegeben, die Pool-Nummer war nur gestellt. Aber jetzt kann unser Keeper
seiner Hintermannschaft wenigstens erklären, wie man so richtig ins Schwimmen
kommt. Nicht, dass die Jungs das über den Sommer verlernt haben. Danke dafür.
Auch allen anderen Beteiligten für die tolle Zeit in der Sommerpause 2009. Und damit schweren Herzens zurück zum Sport.</p>]]></description>
				
				<pubDate>Fri, 31 Jul 2009 00:00:00 +0200</pubDate>
			</item><item>
				<title>Nachgereicht: Die Schande und der Präsident</title>
				<link>http://www.inderpratsch.de/article.php?id=26</link>
				<description><![CDATA[<p><span class="subheadline_texte">Roger reloaded</span></p>
<p><img class="img_texte_rechts" title="Tief fliegen, hoch siegen." src="http://www.inderpratsch.de/images/Roger_Claessen.jpg" alt="Roger Claessen" width="300" height="211" />Bis vor einigen Wochen verbanden wir mit dem Namen Roger Claessen nur eine Handvoll Statistiken, ein paar väterliche Schwärmereien und Erzählungen. Das einzige Redaktionsmitglied, von dem überliefert ist, den Belgier jemals in Schwarz-Gelb spielen gesehen zu haben, kann sich daran beim besten Willen nicht erinnern. Zu jung war unser Methusalem damals noch. Dann begannen wir mit den Recherchen zu IN DER PRATSCH 14. Und was wir über den vormals teuersten Neuzugang der Alemannia erfuhren, machte uns im Handumdrehen (und Nachhinein) zu Fans dieses Mannes. Sozial engagiert und kulturell interessiert. Clever und schlagfertig. Eiskalt vor dem Tor und heiß begehrt bei den Frauen. Immer Vollgas auf und neben dem Platz. Nach solchen Typen in den eigenen Reihen leckt sich jeder Fußballinteressierte die Finger. Mit seinen Eskapaden wäre er in der heutigen Zeit wahrscheinlich für keinen Klub tragbar. Was ihn nicht minder bewundernswert macht. Ganz im Gegenteil. Eine kleine Anekdote aus der Anfangszeit seiner Karriere haben wir in unserem abgedruckten Portrait allerdings außen vor gelassen. Der Dialog zwischen Roger Claessen und dem damaligen Präsidenten von Standard Lüttich, Jean Petit, war in Bezug auf seine Zeit bei der Alemannia eher eine Randnotiz. Eine Woche nach dem Erscheinen der aktuellen Ausgabe haben wir uns entschieden, dieses kurze Gespräch dennoch auf diesem Wege nachzureichen. Manche Dinge sollte man einfach nicht für sich behalten. Das hier gehört definitiv dazu:</p>
<p><img class="img_texte_links" title="Ja, ja... Deine Mudder." src="http://www.inderpratsch.de/images/rcauto.JPG" alt="Ja, ja... Deine Mudder." width="117" height="152" /><strong>Jean Petit:</strong> »Roger, Du gibst Dein Geld zu schnell aus. Darum werde ich in Zukunft die eine Hälfte Deines Gehalts Dir geben, die andere auf das Konto Deiner Mutter einzahlen.«</p>
<p><strong>Roger Claessen:</strong> »Einverstanden, Monsieur Petit. Sagen Sie meiner Mutter denn wegen Sonntag Bescheid?«</p>
<p><strong>Jean Petit: </strong>»Deiner Mutter? Wegen Sonntag?«</p>
<p><strong>Roger Claessen:</strong> »Natürlich. Da werde ich in der ersten Halbzeit spielen. Und meine Mutter in der zweiten.«</p>]]></description>
				
				<pubDate>Thu, 30 Jul 2009 00:00:00 +0200</pubDate>
			</item><item>
				<title>IN DER PRATSCH 14: Prall gefüllt</title>
				<link>http://www.inderpratsch.de/article.php?id=25</link>
				<description><![CDATA[<p><span class="subheadline_texte">Es hat sich gelohnt</span></p>
<p><img class="img_texte_rechts" src="http://www.inderpratsch.de/images/ausgaben/bild_22.jpg" alt="IN DER PRATSCH 14" width="150" height="200" />Vor gut einem Monat hatten wir angekündigt, das Erscheinen der neuen Ausgabe zurückzustellen. Unsere Entscheidung, die Ereignisse der <strong>Jahreshauptversammlung</strong> abzuwarten, haben wir nicht bereut. Für die Aufarbeitung dieses turbulenten Abends haben wir uns sowohl in den Vereinsgremien, als auch an der Basis umgehört. Weil bei nahezu allen Gesprächspartnern offensichtlich Redebedarf bestand, konnten wir in unserer Titelgeschichte ein realistisches Bild des schwarz-gelben Status Quo malen. Das Geplänkel, wer was von wem über welche Rechnungen wann wusste, haben wir allerdings außen vor gelassen. Beim Zuschütten der Gräben zwischen »denen da oben« und »denen da unten« stellt es nicht einmal einen Nebenkriegsschauplatz dar. Vielmehr geht es um <strong>Mitbestimmung</strong>, <strong>Konzepte</strong> und die <strong>Hoffnung</strong>, dass die nächste Versammlung nicht auch im Debakel endet.</p>
<p>Im Interview gewährt <strong>Andreas Bornemann</strong> einen Blick in die Gefühlswelt eines Sportdirektors, der nicht mit dem Scheckheft wedelnd durch die Gegend rennen kann. Mit wenig viel erreichen als Arbeits-Maxime. Zudem haben wir  die Leiterin des Fanprojekts Kristina Walther getroffen, das abstrakte Thema Alemannia-Identität<strong> </strong>hinterfragt und mit Roger Claessen ein begnadetes Enfant terrible beleuchtet. Beim Ausmessen der Spielfläche im neuen Stadion konnten wir endlich aufdecken, was unser Lieblingsverein mit dem FC Barcelona gemeinsam hat. Ausnahmsweise wortlos verabschieden wir uns vom Tivoli. Stattdessen haben wir nach über sechs Jahren erstmalig eine Fotostrecke ins Heft gehoben. Quasi ein Meilenstein in der Geschichte unseres Magazins. Und weil es so schön ist, haben wir gleich noch den nächsten gesetzt. Bisher nur dran gekratzt, überschreiten wir jetzt mit <strong>IN DER PRATSCH 14</strong> die magische 50-Seiten-Grenze. Seit dem 24. Juli ist unser neuester Wälzer bei den altbekannten <a href="/dealer.php" target="_blank">Dealern</a> erhältlich. Oder <a href="/abo.php" target="_blank">online</a>.</p>]]></description>
				
				<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 00:00:00 +0200</pubDate>
			</item><item>
				<title>Fußball-Kultur: Gala mit Pratsch</title>
				<link>http://www.inderpratsch.de/article.php?id=24</link>
				<description><![CDATA[<p><span class="subheadline_texte">Sieben Printen auf
dem Weg ins Lebkuchenland</span></p>
<p><img class="img_texte_links" title="Präsidiale Schrauben (alle locker)" src="http://www.inderpratsch.de/images/schrauben.jpg" alt="Präsidiale Schrauben (alle locker)" width="150" height="150" />Nürnberg. Wenn dieser Name im trauten Redaktionskreis fällt,
zuckt der eine oder andere Pratsch-Macher empfindlich getroffen zusammen. Mit
der Frankenmetropole und deren ersten Fußballclub verbindet keiner von uns
sonderlich gute schwarz-gelbe Erinnerungen. Selten gab es für die Alemannia
gegen den FCN etwas Großes zu holen. Auswärts schon gar nicht. »Hingefahren,
verloren, zurückgefahren« lassen sich unsere gesammelten Erfahrungen ebenso
leicht wie düster zusammenfassen. Und auch abgesehen vom Sportlichen haben wir mit den Mannen
von der Noris wenig Erfreuliches erlebt. Die finstere Ära des vernetzten
Tivoli - nebst Geisterspiel - geht nicht zuletzt auf die öffentlichkeitswirksame Präsentation ihrer
präsidialen Schraubensammlung zurück. Dank eines Bechers voller Eisenwaren wurde die Legende von den gemeingefährlichen Aachenern geboren. Nein, dass der Club die Liga via Relegation
doch noch verlassen hat, hat uns nicht unbedingt zu Tränen gerührt. Nach
Nürnberg fahren wir in der kommenden Saison dennoch. Überrascht? Wir auch.</p>
<p><img class="img_texte_rechts" title="Darum gehts? Logo!" src="http://www.inderpratsch.de/images/fkp.jpg" alt="Darum gehts? Logo!" width="150" height="150" />Ein Fußballspiel werden wir uns aller Voraussicht nach nicht
anschauen. Trotzdem hat unsere Tour ins Frankenland einiges mit dem runden Leder
zu tun. Am 2. Oktober verleiht die »Deutsche Akademie für Fußball-Kultur« ihren
alljährlichen »<a href="http://fussball-kultur.org/v01/de/pub/index.html?navID=917&amp;amp;poolID=3733&amp;amp;IDS=W9eaNmhO" target="_blank">Fußball-Kulturpreis</a>«. Und wir werden in der Nürnberger
Tafelhalle mit von der feierlichen Partie sein. Wie wir vor einigen Tagen
erfuhren, ist unser Magazin in der Kategorie »Fanzine des Jahres« nominiert
worden. Ob es für IN DER PRATSCH am Ende zum ganz großen Wurf reicht, wird sich
zeigen. Die Korken haben wir trotzdem schon einmal knallen lassen. Denn fürs
Erste sind wir einfach nur mächtig stolz, mit Genregrößen wie »<a href="http://schalke-unser.de/" target="_blank">Schalke Unser</a>«,
Frankfurts »<a href="http://www.fan-geht-vor.de/" target="_blank">Fan geht vor</a>« und St. Paulis »<a href="http://www.uebersteiger.de/" target="_blank">Übersteiger</a>« in einem Atemzug genannt
zu werden. Alles Weitere regeln wir nach der Devise: Hinfahren, mal gucken,
zurückfahren. Wenn alle Stricke reißen, pochen wir auf eine Wiederholung der
Verleihung. Ganz stilecht unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Im Netz. Unsere
Schraubensammlung packen wir jedenfalls vorsorglich mit ins Handgepäck.</p>]]></description>
				
				<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 00:00:00 +0200</pubDate>
			</item><item>
				<title>Schiebung: Wir kommen später.</title>
				<link>http://www.inderpratsch.de/article.php?id=22</link>
				<description><![CDATA[<p><span class="subheadline_texte">Überrollt</span><img class="img_texte_rechts" title="Vorfahrt achten, bitte!" src="http://www.inderpratsch.de/images/ueberrollt.jpg" alt="Tradition hat Vorfahrt" width="450" height="266" /></p>
<p>Ausgabe 14 von IN DER PRATSCH sollte eigentlich am heutigen Samstag in den Läden stehen. Aber wie so oft erweist sich das
Alemannia-Biotop als äußerst lebendig. An den Ereignissen und Abläufen rund um
die anstehende JHV kommen auch wir nicht vorbei. Schließlich betreffen sie die
Zukunft der Alemannia in erheblichem Maße. Also haben wir uns entschlossen, die
Mitgliederversammlung Ende des Monats abzuwarten und die aktuelle Ausgabe zu "schieben".<br /><br /> Der
Erscheinungstermin von IN DER PRATSCH 14 ist demnach Freitag, der <strong>24. Juli 2009</strong>.
An diesem Tag wird das Heft bei den gewohnten Dealern im Regal stehen.</p>]]></description>
				
				<pubDate>Sat, 20 Jun 2009 00:00:00 +0200</pubDate>
			</item><item>
				<title>Konferenz: Montags bei GmbH und e.V.</title>
				<link>http://www.inderpratsch.de/article.php?id=21</link>
				<description><![CDATA[<p><span class="subheadline_texte">Reden ist Silber, Schmettern ist Gold</span><em><br /></em></p>
<p><em>Höhere Gewalt: Eine mehr als unglückliche Terminvergabe hat
dafür gesorgt, dass am vergangenen Montag zwei wichtige Partien mit
Alemannia-Beteiligung fast zeitgleich stattfanden. Um nichts zu verpassen, hat IN
DER PRATSCH an beiden Schauplätzen Korrespondenten platziert. Hier die
Mitschrift der Konferenzschaltung.</em></p>
<p><img class="img_texte_links" src="images/mikro.jpg" border="0" alt="Mikro" width="266" height="400" /><em>CL:</em> Herzlich willkommen im VIP-Zelt am Tivoli, wo das Duell
der Alemannia gegen den zwölften Mann auf uns wartet. Über dem Spielfeld liegt
eine knisternde Atmosphäre. Bei beiden Teams ist die Anspannung nahezu
greifbar. Schon vor dem Anpfiff gab es eine kleine Überraschung. Matze Lehmann,
zuletzt gegen St. Pauli nur auf der Tribüne, steht wieder in der ersten Elf.
Zudem wurde im Mittelfeld umgebaut. Seeberger genießt heute alle offensiven Freiheiten,
während die Doppelsechs Bornemann und Kraemer ihn absichern soll. Man darf
gespannt sein, ob diese taktische Finesse greifen wird. Doch zunächst zum
Kollegen an der Neuköllner Straße.</p>
<p><em>GD:</em> Hallo und guten Abend. Hier in der Halle haben die
Volleyballerinnen der Alemannia vor etwa 1400 Zuschauern fast schon ihre letzte
Chance, den Klassenverbleib in der Bundesliga zu sichern. Dazu muss aber gegen
die Damen von Bayer Leverkusen unbedingt gewonnen werden. Die wichtigste
personelle Umstellung hat bereits eine Woche vor dem heutigen Spiel
stattgefunden. Reinhard Strauch übernahm von Luc Humblet den Posten des
Cheftrainers und wird erstmals in dieser Funktion Platz auf der Bank nehmen.
Wollen wir hoffen, dass er der Mannschaft die richtigen Worte mit auf den Weg
gegeben hat. Es bleibt noch etwas Zeit bis zum ersten Ballwechsel. Darum erst
einmal zurück ins VIP-Zelt.</p>
<p><em>CL:</em> Hier rollt bereits seit einigen Minuten der Ball. Völlig
überraschend beginnen die Gäste offensiv. Immer wieder beschäftigt einer der
ihren mit geschickten Fragen gleich mehrere Alemannen. Diese haben mit dem
Vorwurf der Leidenschaftslosigkeit offensichtlich nicht gerechnet. Und so
versucht vor allem Seeberger, mit dem Herunterbeten von Statistiken das Tempo
aus dem Spiel zu nehmen. Das wirkt mitunter etwas unbeholfen. Selten kommt man
zu Kontern. Vor allem »Erfolgsverwöhntheit«, »überhöhte Erwartungshaltung« und »daraus resultierender Druck auf das Team« verpuffen derzeit noch wirkungslos.
So wächst der Druck auf die Platzherren stetig. Doch vorerst bleibt es beim 0:0. Wie
steht es beim Volleyball?</p>
<p><em>GD:</em> Tief im ersten Satz führt die Alemannia mit 23:21. Eng geht
es zu. Beide Teams schenken sich nichts. Beinahe im Minutentakt wechselt die
Führung. Frenetisch feuern die Fans ihr Team an. Die Halle brodelt, nach
erfolgreichen Ballwechseln kocht sie fast über. Und dennoch bleibt alles fair.
Fragwürdige Entscheidungen zuungunsten der Platzherrinnen werden ohne
Diskussion hingenommen. So wird die Konzentration auf den nächsten Ballwechsel
hochgehalten. Folgerichtig verwandeln die »Ladies in Black« in diesem
Augenblick ihren zweiten Satzball zum 25:22. Der erste Schritt ist getan. Gibt
es Neuigkeiten aus dem VIP-Zelt?</p>
<p><em>CL:</em> Vom Ergebnis her nicht. Doch mittlerweile hat die
Alemannia die Initiative ergriffen. »Sensibler Umgang mit der Mannschaft« heißt
das Zauberwort. Und tatsächlich haben sich die Spieler vom zwölften Mann in den
letzten Minuten davon beeindrucken lassen. Im Moment gelingt ihnen nicht viel.
Zu klaren Chancen kommt das Team um Bornemann dennoch nicht. Spätestens vor dem
Strafraum des Gegners vertändeln sie den Ball. Wahrscheinlich liegt es an den
fehlenden finanziellen Mitteln oder an der Phase des Umbruchs nach den
erfolgreichen Jahren. Nicht einmal mit Kraemer’s Fernschüssen aus der Kategorie »Stolz auf den Stadionbau« bringen sie das Tor der Gäste in Gefahr. Und so verpuffen die letzten Aktionen vor der Pause. Pünktlich
pfeift der Schiedsrichter zur Halbzeit. Wird an der Neuköllner Straße noch
gespielt?</p>
<p><em>GD:</em> Und wie! Leider haben die Gastgeberinnen den zweiten Satz
mit 19:25 abgegeben. Auch gegen Ende des Dritten liegen sie mit 21:23 zurück.
Doch noch ist nichts verloren. Entschlossen werfen sie sich in jeden Ball und
werden belohnt. Eine furiose Aufholjagd führt zum 25:23. 2:1 nach Sätzen. Die
Halle steht Kopf. Man möchte ihnen zurufen: »Macht es noch einmal, Mädels!«</p>
<p><img class="img_texte_rechts" src="images/mikro2.jpg" border="0" alt="Mikro" width="266" height="400" /><em>CL:</em> Tor im VIP-Zelt!<em><br /></em></p>
<p><em>GD:</em> Ja, bitte.</p>
<p><em>CL:</em> Entschuldigung, da war ich wohl etwas vorschnell. Das
war eine Hundertprozentige kurz nach dem Wiederanpfiff. Mit etwas Glück war Seeberger der Grätsche »fehlende Hierarchie im Team« ausgewichen. Doch frei vor dem Tor schießt er
deutlich am Thema »Spielsystem« vorbei. Der Ball geht in Richtung Eckfahne.
Nein, auf das Tribünendach. Das ist heute wirklich nicht sein Tag. An ihm läuft
das Spiel nahezu komplett vorbei. »Negative Spirale durchbrechen«, »Öffnen der
Kanäle«, »Analyse der Ressourcen«. Rhetorische Hacke-Spitze im Mittelfeld
reicht eben nicht gegen jeden Gegner. Zu seiner Entschuldigung muss man aber
sagen, dass auch die Doppelsechs keine unbedingt glückliche Figur macht. Also,
nach wie vor 0:0. Ich hatte Sie unterbrochen, Herr Kollege.</p>
<p><em>GD:</em> Kein Problem. Mittlerweile sind wir in der entscheidenden Phase des vierten
Satzes. Hier bahnt sich ein Volleyball-Krimi an. 19:19 steht es. Der Funke ist endgültig
vom Parkett auf die Ränge und zurückgesprungen. Keinen Zuschauer hält es mehr
auf seinem Sitz. Immer wieder schallt ein guter, alter Schlachtruf durch die
Halle: »Heya, heya Alemannia«. Das ist Euphorie pur. Fans und Mannschaft eine
Einheit. Das kann doch gar nicht schief gehen. Doch da: Satzball für Leverkusen.
Abgewehrt! Und direkt noch einmal. Junge, das ist ja gar nicht auszuhalten.
Punkten, Aachen, punkten! Vierter Satzball. Auch abgewehrt. Kinder, ich kann
nicht mehr. Matchball! Nein! Macht das Ding zu, sonst kippe ich um. Und da ist
es! 31:29. Aus, aus, aus. Ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt. Was für
ein Abend. Was für ein Spiel. Danke. Danke. Danke. Ich höre gerade, dass im
VIP-Zelt noch gespielt wird. Darum gebe ich mit der mehr als guten Nachricht vom
Sieg der Alemannia-Volleyballerinnen zum letzten Mal dorthin.</p>
<p><em>CL:</em> Na, das hört sich ja wirklich gut an. Bei uns ist von
Matchball keine Spur. Zwar hat Torwart Stuckmann noch einen Ball von der Linie
gekratzt. »Warum trägt der Keeper bei tief stehender Sonne keine Kappe?« klingt
aber gefährlicher als es letztlich war. Ohnehin ist diese ereignisarme Partie
in der Schlussphase noch einmal deutlich abgeflacht. Immerhin wirkt Lehmann im
Spielaufbau um einiges ambitionierter und lebhafter als in der letzten Zeit.
Langer Seitenwechsel Marke »Kein gutes Verhältnis zum Trainer«. Solch klare
Aktionen hätten wir heute gerne häufiger gesehen. Sogar die Gegner
nicken respektvoll. »Voller Einsatz in Mainz.« Noch ein Vorstoß von Lehmann. Der Ball
landet beim zwölften Mann, der ihn aber nur noch stoppen kann. Denn da ist der erlösende Schlusspfiff. Die Partie endet
leistungsgerecht 0:0. Inwieweit ein Wiederholungsspiel nötig sein wird, werden
die nächsten Wochen zeigen. Bis dahin erst einmal zurück in die
angeschlossenen Funkhäuser. Gute Nacht, Alemannia.</p>]]></description>
				
				<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 00:00:00 +0200</pubDate>
			</item><item>
				<title>Abgesang: Unbeholfen und staksig</title>
				<link>http://www.inderpratsch.de/article.php?id=20</link>
				<description><![CDATA[<p><span class="subheadline_texte">Rostock und die Konsequenzen</span></p>
<p><img class="img_texte_links" title="Seebergers Graupen" src="images/seeberger.JPG" alt="Seeberger Graupen" width="175" height="265" />Um Himmels Willen, was war das denn?! Wir sind ja nun wahrlich keine fußballkulturellen Hausmannskostverächter, aber solch eine traurige Darbietung wie gegen Hansa Rostock treibt selbst uns die Schamesröte ins Gesicht. So unbeholfen und staksig darf es auf keinen Fall weitergehen. Spätestens jetzt dürfte jedem einigermaßen Interessierten klar geworden sein, dass die Alemannia mit der vorzeitigen Verlängerung des Trainervertrages einen riesengroßen Fehler gemacht hat. Warum? Die kämpferische Leistung hat doch gestimmt? Immerhin hat man sich in Unterzahl gegen die schon sichere Niederlage gestemmt? Ja ja. Davon reden wir aber auch gar nicht.</p>
<p>Was uns so in Wallung gebracht hat, waren die Publikumsreaktionen nach dem dritten Treffer der Gäste. »Seeberger raus!« war ein regelrechter Schlag ins <span style="text-decoration: line-through;">Gedicht</span> Gesicht. Vom Versmaß her. Solch ein Name ist doch für zornige Fußballfans, die metrisch etwas auf sich halten, fast gar nicht sing- oder brüllbar. Und das Schlimmste ist, dass man den für diesen Mißklang Verantwortlichen noch nicht einmal zum Kuckuck wünschen kann. Denn »Bornemann raus!« klingt noch fürchterlicher. Daher fordern wir: In Zukunft muss für schwarz-gelbe Findungskommissionen bei der Suche nach Trainern und Sportdirektoren ein zweisilbiger Nachname an Platz Eins der Prioritätenliste stehen. Nennt es überzogene Erwartungshaltung, aber alles andere beleidigt unsere poetische Ader und verletzt unser Rhythmusgefühl. Erst in zweiter Linie sollte man Dinge wie sportlichen Erfolg, konzeptionelle Arbeit oder Teamfähigkeit in Betracht ziehen. Das wird alles sowieso komplett überbewertet.</p>]]></description>
				
				<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 00:00:00 +0200</pubDate>
			</item><item>
				<title>Reinhold Münzenberg: Eisernes Jahrhundert</title>
				<link>http://www.inderpratsch.de/article.php?id=19</link>
				<description><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]><xml> Normal
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</style>
<![endif]--> <span class="subheadline_texte">Kein Konjunkturritter</span></p>
<p><em>Auf dem Spielfeld war er berühmt für seine kompromisslose
Härte. Seine sportlichen Erfolge und seine Vereinstreue machten Reinhold
Münzenberg zu einem der bedeutendsten Träger der schwarz-gelben Tradition. Am
25. Januar 2009 wäre der Mittelfeld-Mythos 100 Jahre alt geworden.</em></p>
<p><img class="img_texte_rechts" title="Reinhold Münzenberg" src="images/muenzenberg_illu_farbe.jpg" alt="Reinhold Münzenberg" width="170" height="310" />Als Alemannia 1974 vor dem Konkurs stand, fand sich niemand,
der in dieser schwierigen Lage das Amt des Vereinspräsidenten übernehmen
wollte. Also musste ein Mann in die Bresche springen, der es sich nie hätte träumen
lassen, diesen Posten einmal zu übernehmen: Reinhold Münzenberg. Aus
Pflichtgefühl stellte sich das Fußballidol aus alten Tagen, das sich in der
Rolle des Funktionärs nie richtig wohlfühlte, für zwei Jahre ans Ruder des
schlingernden Vereinsschiffes, um den leckgeschlagenen Kahn wieder flott zu
bekommen. Denn Münzenberg war kein Mann, der sich vor Verantwortung drückte,
wenn es um seine Alemannia ging.</p>
<p><strong>Vorne, hinten, überall</strong></p>
<p>Seine Karriere begann der gebürtige Walheimer beim »FC
Lousberg«, einer Mannschaft aus Nachbarsjungen, die auf der abschüssigen
Kardinalstraße mit den Rivalen aus den anderen Vierteln der Stadt heiße Derbys
austrug. Da der kleine Reinhold am Rolandplatz wohnte, war es nur folgerichtig,
dass er sich der Alemannia anschloss, dem fußballerischen Aushängeschild der
Stadt, das nur einen Steinwurf von der elterlichen Wohnung entfernt seine
Spielstätte hatte. Im Frühjahr 1926 durfte er im zarten Alter von 17 Jahren zum
ersten Mal für die »Erste« die Stiefel schnüren. Mitten im Abstiegskampf, was
die Sache nicht unbedingt einfacher machte. Mal probierte er sich im Sturm, mal
in der Verteidigung. Doch wo man ihn auch immer hinstellen mochte: Überall
brachte der junge Mann gute Leistungen. Seine endgültige Position fand er
schließlich im Mittelfeld, wo er seine größten Erfolge feierte.</p>
<p>Zum Leidwesen der Schiedsrichter war es mit der Disziplin
des jungen Wilden nicht immer zum Besten bestellt. Aufgrund seiner weder Freund
noch Feind und am allerwenigsten die eigene Person schonenden Spielweisen flog
der Heißsporn häufiger vom Platz, als ihm lieb war. Im Januar 1928 wurde er vom
eigenen Verein für drei Wochen gesperrt, »weil er zu einem Wettspiel ohne
Entschuldigung gefehlt hat«, wie die Vereinszeitung meldete. Sein Ehrgeiz
verhinderte, dass sich solche Eskapaden häuften. Bald war er aus der ersten
Mannschaft gar nicht mehr wegzudenken. Seine raue Spielweise trug ihm den
Spitznamen »Eiserner Reinhold« ein, je nach Trikotfarbe Zuversicht oder
Schrecken verbreitend. Schon bald wurde man höheren Ortes auf das Talent des
jungen Aacheners aufmerksam. Im Alter von 21 Jahren gab er 1930 als erster
Alemanne sein Debüt in der deutschen Nationalelf. Daheim, an der Krefelder
Straße, platzte man förmlich vor Stolz: »Es gibt im Westen nur einen
Mittelläufer, und der heißt Münzenberg«, stellte die Vereinspostille 1932
unmissverständlich fest.</p>
<p><strong>Ecken und Kanten</strong></p>
<p>Ein Eigentor in dem politisch höchst brisanten
Nachbarschaftsduell gegen Frankreich sollte Münzenberg jedoch den schlimmsten
Moment seiner Karriere bereiten. Den Stammplatz in der Nationalelf war er erst
einmal los. Obwohl in der Form seines Lebens, wurde er drei Jahre nicht mehr
berufen. Erst zum kleinen Finale der Weltmeisterschaft 1934 in Italien kehrte
er zurück ins Team, das er mit einer überragenden Leistung zu einem 3:2-Sieg
über Österreich führte. Dieser dritte Platz blieb der größte Erfolg seiner
sportlichen Laufbahn, die nun ihren Zenit erreichte. In der Saison 1937/38
qualifizierte sich die Alemannia unter seiner Führung als Mittelrheinmeister
erstmals für die Endrundenspiele um die Deutsche Meisterschaft, schied jedoch
in der Vorrunde aus.</p>
<p>Nach der Rückkehr aus dem Zweiten Weltkrieg, an dem er als
Flaksoldat teilgenommen hatte, widmete sich der 41-fache Nationalspieler mit
großem Eifer dem Wiederaufbau seines Heimatvereins, wo er seine sportliche
Karriere mit 46 Spielen in der Oberliga ausklingen ließ. In Würdigung seiner
Verdienste hat man ihn einmal völlig zu Recht als einen jener Männer
bezeichnet, die sich durch Erfolg im Sport und vor allem auch durch ihre
Vereinstreue ein Denkmal gesetzt, die sich nicht als Konjunkturritter, sondern
als echte Alemannen erwiesen hätten. Es sind Typen wie Reinhold Münzenberg,
Typen mit Ecken und Kanten, die mit jeder Grätsche, mit jedem Klumpen
Tivoli-Dreck, der an ihnen haften blieb, die Tradition der Alemannia und den
Ruf des Tivoli begründeten. Wie es scheint, sind deren Fußstapfen zu groß, als
dass sie künftig noch einmal jemand vollständig ausfüllen könnte.</p>]]></description>
				
				<pubDate>Sun, 25 Jan 2009 00:00:00 +0200</pubDate>
			</item><item>
				<title>IN DER PRATSCH 13: Fix und fertig</title>
				<link>http://www.inderpratsch.de/article.php?id=17</link>
				<description><![CDATA[<p><span class="subheadline_texte">Jetzt kann die Rückrunde kommen</span></p>
<p><img class="img_texte_rechts" title="IN DER PRATSCH 13" src="images/ausgaben/bild_21.jpg" alt="IDP 13" width="150" height="200" />Für unsere neueste Ausgabe haben wir so viele Gespräche geführt wie bisher noch nie in der Geschichte unseres Heftes. Es galt schließlich, einige subjektive Realitäten so objektiv wie möglich auszuleuchten, ohne uns vor irgendeinen Karren spannen zu lassen. So dreht sich die Titelgeschichte um den <strong>Abschied Jörg Schmadtkes</strong> im vergangenen Oktober. Wie und warum es dazu kam, hat sich während unserer Recherchen als Verknüpfung einiger interessanter Umstände erwiesen. Ob wir damit die ultimative Wahrheit ans Licht geholt haben, werden letztlich nur die Beteiligten selbst wissen. Auch bei der Klärung der Frage nach <strong>Jürgen Seebergers Zukunft</strong> auf der Alemannia-Bank gab es keine klare Antwort. Aber das ist ja häufig trotzdem eine. Darüberhinaus nimmt Aachens <strong>OB Dr. Linden</strong> in unserem Interview nicht nur zur Beurlaubung des ehemaligen Sportdirektors Stellung sondern auch zur Positionierung der Alemannia im modernen Fußball.</p>
<p>Etwa zehn Jahre nach seinem letzten Auftritt für unsere Farben haben wir Dennis Ibrahim wiedergetroffen, der in Aachen zu einem anderen Menschen wurde. Wir berichten zudem von einem Duo, das sich das ambitionierte Projekt »Alemannia-Museum« auf die Fahne geschrieben hat und dazu noch Hilfe braucht. Und wir haben zwei redseligen Männern bei ihrer Arbeit über die Schultern geschaut. Weil all diese Geschichten den bisherigen Rahmen etwas gesprengt hätten, haben wir <strong>IN DER PRATSCH 13</strong> kurzerhand um vier Seiten dicker gemacht als seine Vorgänger. Erhältlich ist es seit dem <strong>17. Januar</strong> bei <a href="dealer.php" target="_blank">unseren Dealern</a>. Um in Zukunft besser zu beziehen zu sein, haben wir deren Anzahl übrigens etwas aufgestockt. <a href="abo.php" target="_blank">Einkaufen</a>, ohne vor die Tür zu müssen, funktioniert natürlich auch immer noch.</p>]]></description>
				
				<pubDate>Fri, 16 Jan 2009 00:00:00 +0200</pubDate>
			</item><item>
				<title>Seitenwechsel: Willkommen zuhause</title>
				<link>http://www.inderpratsch.de/article.php?id=13</link>
				<description><![CDATA[<p><span class="subheadline_texte">Was lange währt, wird irgendwann fertig.</span></p>
<p><img class="img_texte_links" title="Inder, pratsch beim Umzug" src="http://www.inderpratsch.de/images/neues_auto.jpg" alt="Inder, pratsch beim Umzug" width="170" height="212" />Sehr still geworden war es unter dieser Adresse. Seit etwa zwei Jahren haben wir immer wieder mit dem Gedanken gespielt, das Online-Angebot von IN DER PRATSCH zu überarbeiten. Regelmäßigere Aktualisierung, über die Druckausgabe hinausgehende Inhalte und kleine schwarz-gelbe Schmankerl aus unserer ganz eigenen Sicht sollten den Besuchern die Wartezeit bis zum jeweils nächsten Heft verkürzen. So sehr freuten wir uns darauf, dass wir die Seite darüber haben Stück für Stück verwaisen lassen. Zuletzt gaben wir hier nur noch das Erscheinen der neuen Ausgabe bekannt. Mit der Abofunktion brach auch noch der virtuelle Kontakt zur Außenwelt ab. Es war endgültig Zeit zu handeln. Und wo wir gerade schon einmal dabei waren, haben wir unserer Homepage gleich noch ein neues Aussehen verpasst. Der Umzug ist vollzogen, die Kisten sind ausgepackt. Herzlich willkommen in unserem neuen Zuhause.</p>
<p>Fürs Erste werden wir sicher noch das ein oder andere Möbelstück hin und her rücken, bis wir seinen endgültigen Platz gefunden haben. Ein paar Bilder an den Wänden dürften auch noch dazukommen. Doch die wichtigsten Teile der Einrichtung stehen schon. So kann sich jeder Besucher einen Überblick über die <a href="ausgaben.php">bisherigen Ausgaben</a> verschaffen und die <a href="dealer.php">Adressen der aktuellen Verkaufsstellen</a> finden. Wer alles ganz bequem von daheim regeln möchte, hat nun auch endlich wieder die Möglichkeit, alte Ausgaben online nachzubestellen oder gleich <a href="abo.php">ein Abo</a> zu ordern. Da bleibt uns eigentlich nur noch eins zu sagen: Hereinspaziert. Derweil basteln wir weiter an IN DER PRATSCH Nummer 13. Ein neues Heft verkürzt die Wartezeit immer noch am allerbesten.</p>
<p>Jenoch jemullt: Anklick.</p>]]></description>
				
				<pubDate>Fri, 26 Sep 2008 00:00:00 +0200</pubDate>
			</item><item>
				<title>Tierisch verwechselt: Wenn Videotexte irren</title>
				<link>http://www.inderpratsch.de/article.php?id=12</link>
				<description><![CDATA[<p><span class="subheadline_texte">Zebrastreifen, schwarz und gelb, oder was?!</span></p>
<p><img title="ARD-VT, Tafel 216: 23.09.2008, 22:13" src="images/ARD-VT.jpg" alt="ARD-VT, Tafel 216: 23.09.2008, 22:13" width="648" height="143" /></p>
<p>»Videotext ist das Internet des kleinen Mannes.« Mit dieser Weisheit hat ein guter Freund des Hauses schon vor Jahren den Nagel auf den Kopf getroffen. Sie ist bei weitem nicht so despektierlich gemeint, wie sie wohl klingen mag. Denn beim Blättern durch die Seiten, die hier immer noch Tafeln heißen, kommen nostalgische Gefühle auf. Damals, schon lange bevor uns 56k-Modems den Weg ins Netz brummten und fiepten, war der Videotext unser aller Tor in die große, weite Welt der Nachrichten und der Sportinformation. Samstagnachmittags lieferte er das Bild zum Radioton der Bundesligakonferenz. Sonntagabends erzählte er uns, wie die hiesigen Teams bis hinunter in die Landesliga gespielt hatten. Unter der Woche gab er Transfers, Trainerrauswürfe und Trümmerbrüche bekannt. Bis zum heutigen Tag ist er nicht wegzudenken. Allen noch so schnellen Internetzugängen zum Trotz. Hand aufs Herz, welcher Alemanniafan hat kein Erinnerungsfoto von seinem Fernseher, der die immerhin 19-stündige Bundesligatabellenführung im Oktober 2006 verkündet? Ja, Videotext ist super! Fast immer.</p>
<p>Gestern beispielsweise war er nicht super. Jedenfalls nicht der der ARD auf Tafel 216. Da wurde unser aller Lieblingsverein im Vorbericht zum heutigen Pokalspiel bei Wehen-Wiesbaden doch eiskalt als Zebras bezeichnet. Dabei weiß ein jedes Kind, dass wir, wenn überhaupt tierisch umschrieben, die Kartoffelkäfer sind. »Zebrastreifen, weiß und blau.« Wie oft haben wir uns dieses musikalische Machwerk nach Gegentoren an der Wedau in den letzten Jahren anhören müssen? Erst am vergangenen Freitag war es wieder dreimal so weit. Ständig wird man als Alemanne sportlich von Duisburg gedemütigt und dann muss man sich auch noch mit denen verwechseln lassen. Dabei wäre der Fehler schon in der Entstehung zu vermeiden gewesen. Kurz nachdenken hätte gereicht. Zebras sind nämlich gar nicht schwarz-gelb. Okay, weiß-blau sind sie auch nicht, aber das soll nicht die Sorge des kleinen Mannes sein. Zumindest nicht des kleinen Mannes aus Aachen.</p>]]></description>
				
				<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 00:00:00 +0200</pubDate>
			</item><item>
				<title>Fremdgegangen: Unser Beitrag zur 11FREUNDE-Saisonvorschau 08/09</title>
				<link>http://www.inderpratsch.de/article.php?id=11</link>
				<description><![CDATA[<p><span class="subheadline_texte">Blizzard aus Papierschnitzeln</span></p>
<p><em>Am Aachener Tivoli war vieles anders. Die Menschen, die Atmosphäre, die Schlachtrufe. Mit dem Ende der nächsten Saison hat Deutschlands schönstes Stadion ausgedient.</em></p>
<p><img class="img_texte_rechts" title="11FREUNDE #81" src="http://www.11freunde.de/img/artikel/112885_huge.jpg" alt="11FREUNDE #81" width="190" height="254" />»Der Star ist das Stadion«, titelte der Boulevard anlässlich des Bundesligaaufstiegs von Alemannia Aachen im Mai 2006. Andernorts hätte man es für despektierlich gehalten, die Mannschaft auf ihre Spielstätte zu reduzieren. Dem Aachener nötigt so etwas ein lakonisches »Ach was?« ab. Schließlich geht er schon immer und ewig nicht zur Alemannia, zum Spiel oder ins Stadion, sondern schlichtweg zum Tivoli. Er ist das unverwechselbare Symbol des Vereins. Mehr noch als die Farben und das Wappen. Sicher, der Tivoli ist anachronistisch. Da ist diese wunderbar gestrige, auf das Wesentliche reduzierte Architektur. Ein simples Viereck ohne verniedlichende Rundungen. Schierer Beton ohne die Verspieltheit getönten Glases. In den Himmel ragen, überdimensionierten Reviermarkierungen gleich, vier altmodische Flutlichtmasten. Die Ränge gehen steil nach oben und reichen so bedrohlich nah an den Rasen heran, dass man die Akteure am Trikot festhalten könnte. Der Tivoli ist ein durch und durch proletarisch-maskulines Bauwerk. Testosterontriefend und kraftmeiernd.</p>
<p>Hier gibt es keine Fankurve im herkömmlichen Sinne. Gesungen und gejohlt wird auf zumindest drei der vier Tribünen. Selbst die Besucher der Sitzplatzränge benehmen sich zuweilen wie enthemmte Pubertierende. Wenn der aktenkundige S-Block versichert, dass »das ganze Stadion hüpft«, dann muss sich die Mehrheit der Zuschauer nicht erst ächzend aus den Schalensitzen quälen, um dem nachzukommen. Also hüpft auch das ganze Stadion, wie Béla Réthy während einer Liveübertragung völlig erotisiert versicherte. Nirgendwo sonst wurden Spieler der Gastmannschaft, die den Ball an der Stehgeraden vorbeiführten, lange Jahre mit einem archaischen 5200-kehligen »Arrrrggghhhh« bedacht, das sich mit Kollektivgrunzen nur unzureichend beschrieben ließ. Unvergessen auch die Saison 1980/1981, als Alemannias Anhang im vierzehntäglichen Rhythmus die wohl beste Choreografie inszenierte, die ein deutsches Stadion jemals erlebt hat. Ohne dass man damals überhaupt wusste, was eine Choreo ist. Es handelte sich um einen stadionweiten Blizzard aus Millionen Papierschnitzeln. »So etwas haben Sie noch nicht erlebt. Das ist einmalig. So etwas hab’ ich noch nicht gesehen«, japste ZDF-Haudegen Rolf Töpperwien anlässlich eines ordinären Zweitligaspiels atemlos in sein Mikrofon.</p>
<p><img class="img_texte_links" title="»Einfach anzünden geht nicht, oder?«" src="images/Muell_Postkarte.jpg" alt="»Einfach anzünden geht nicht, oder?«" width="325" height="267" />Alldem waren die Hauptdarsteller nicht immer gewachsen. Die Schwarz-Gelben nicht und die auf Seiten der Gäste schon gar nicht. So ist bis heute nicht ganz geklärt, ob die Münchner Bayern immer wieder von der Wucht der Atmosphäre geplättet oder nur vom etwas seltsamen Kabinenambiente irritiert waren. Schließlich mussten sie auf den Hot Spot für das Power-Notebook ebenso verzichten wie auf Einzelduschen oder Toilettenkabinen.  Einem Gerücht zufolge verweigerten die Feudalkicker sogar die Brause danach. In jedem Fall verloren sie am Tivoli alle drei Pflichtbegegnungen seit 2004. Im Mai 2000 fühlte sich selbst Aachens damaliger Trainer Eugen Hach von der hitzigen Atmosphäre angestachelt, seine Talente als Kirmescatcher zu demonstrieren, indem er den Cottbuser Franklin beherzt würgte. Was dem Spieler hässliche Male am Hals und dem Übungsleiter eine Sperre einbrachte. In der gleichen Saison brach Alemannias Mittelfeldmann Markus von Ahlen am Ende eines Heimkicks in bitterste Tränen aus. Passiert war eigentlich nichts Schlimmes. Die Anhängerschaft hatte die Mannschaft lediglich frenetisch zum späten Ausgleich gebrüllt. Und das gegen Tennis Borussia Berlin! Hannovers notorischer Kettenhund Altin Lala ließ sich von Gift, Galle und am Minigalgen baumelnden Teletubbypuppen dermaßen aus der Bahn werfen, dass er sich genötigt sah, dem begeisterten Volk den blanken Hintern entgegenzustrecken. Wolfgang Wolf versuchte wiederum, sich und seinen 1. FC Nürnberg im November 2003 durch eine volksschauspielerische Glanznummer vor einer Niederlage zu retten. Einen  siedenden Moment hysterischer Tumulte vor und hinter den Zäunen nutzte er, um wie von magischer Hand gefällt hinzusinken und sich demonstrativ tranig in die Katakomben führen zu lassen. Dank dieser Episode wurde auf dem Tivoli das erste Geisterspiel des deutschen Profifußballs ausgetragen. Wo auch sonst?<br /><br />Zu solch einem Ambiente gehört auch ein Stadionsprecher der besonderen Art. Robert Moonen benimmt sich nicht wie eine Kreuzung aus damischem 9Live-Conférencier und zwanghaft fröhlichem Beachclubanimateur. Kein fünfzehnfaches Hinausbrüllen des Vornamens »unseres Klaus’«. Das ewig junge Urgestein belässt es bei Ironie und bleibt immer wohltuend sachlich. Mit Wehmut ließen sich unzählige Geschichten und Anekdoten erzählen. Denn der Abgesang auf Deutschlands letztes Kultstadion hat längst eingesetzt. Voraussichtlich am 24. Mai 2009 gegen 16.45 Uhr ist Schluss. Dann wird manche Träne rollen. Aber es wird Zeit. Lange bildeten der Tivoli und seine Besucher ein kongeniales Gespann. Doch die Zuschauer haben sich verändert. Auch hier gibt es inzwischen einen Vorsänger, gleichen die Ränge zunehmend einer billigen Partymeile, wird alles austauschbar. Der Tivoli hat das nicht verdient. Man kann es ihm nicht länger zumuten.</p>]]></description>
				
				<pubDate>Fri, 01 Aug 2008 00:00:00 +0200</pubDate>
			</item><item>
				<title>Sex &amp; Violence: Ein Mann sieht immer wieder rot.</title>
				<link>http://www.inderpratsch.de/article.php?id=10</link>
				<description><![CDATA[<p>&amp;nbsp;
<span class="subheadline_texte">Die unfeine englische Art<br /></span></p>
<p>
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Nico Herzig ist in seinem Job ein Mann fürs ganz Grobe. Als Verteidiger im Profifußball stellt für ihn Grätschen das tägliche Brot dar. Auf dem Rasen gibt der Mann, den die Fans ob seines Erscheinungsbildes
»Highlander« nennen, einen Abräumer klassisch englischer Prägung. Kein Wunder. Schon als Jugendspieler, im Alter von 17 Jahren, zog es den kantigen Blonden ins Mutterland des Fußballs, genauer gesagt zum FC Wimbledon. Dort hat er gelernt, worauf es beim Verhindern gegnerischer Torchancen ankommt: »Der Ball darf an Dir vorbei, der Gegner auch. Aber niemals beide zusammen.« Nico Herzig hat dieses Credo verinnerlicht. Körperkontakt ist sein zweiter Vorname. Er spielt beinhart und ohne Kompromisse. Auf dem Spielfeld ist er absolut humorlos.</p>
<p>Wie wenig es mit ihm tatsächlich zu lachen gibt, durfte ein junger Mann aus Hamburg am vorletzten Spieltag der Saison 07/08 aus allernächster Nähe erleben. Dieser hatte gewagt, das früh entschiedene, dahin plätschernde Gastspiel der Alemannia beim FC St. Pauli durch eine Flitzereinlage zu unterbrechen. Nach kurzer Verfolgungsjagd mit den Ordnern wurde er durch Herzig gnadenlos von der Wiese gefegt. Als Reaktion erntete Alemannias damalige Nummer 2 ein Pfeifkonzert erster Kategorie. Selbst einige seiner Mitspieler schüttelten verständnislos mit dem Kopf. Dabei hätten zumindest sie Bescheid wissen müssen. Denn der Millerntorflitzer war nicht das erste Opfer des Heißsporns. Nico Herzig ist <a href="http://www.an-online.de/fm/197/fielf012-4c_01.522959.jpg" target="_blank">Wiederholungstäter</a>. Woher seine offensichtliche Aversion gegen entblößte Männeroberkörper stammt, ist allerdings nicht bekannt. Immerhin ist das Flitzen doch ein ursprünglich englisches Phänomen. Genau wie das Grätschen.</p>]]></description>
				
				<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 00:00:00 +0200</pubDate>
			</item><item>
				<title>EURO 2008: Da kommt was auf uns zu.</title>
				<link>http://www.inderpratsch.de/article.php?id=9</link>
				<description><![CDATA[<p><span class="subheadline_texte">Richtig dicke Fische</span></p>
<p><img class="img_texte_rechts" title="zeit.de: 27.06.2008, 11:22" src="images/Zeit.JPG" alt="zeit.de: 27.06.2008, 11:22" width="275" height="229" />Die Halbfinals sind gespielt, die EM ist auf der Zielgeraden. Seit gestern Abend steht fest, dass der finale Kampf um Europas Fußballkrone zwischen Spanien und Deutschland gefochten werden wird. Noch zwei Tage sind es bis zum Anpfiff des Endspiels in Wien. Zeit genug also, die schwarz-rot-goldene Gesichtsbemalung zu erneuern und die Autofahne zu bügeln. Volltanken nicht vergessen! Viele der jetzt noch fanatischen Anhänger »unserer« Elf haben ab Sonntag Abend schließlich wieder zwei Jahre Fußball-Sendepause. Das nächste Sommermärchen steigt erst 2010. Da kann, nein da muss man übermorgen noch mal alles geben. Autokorso inklusive.</p>
<p>Wer hingegen nicht ganz so euphorisch dabei ist, kann sich bis zum Finale erst einmal vollkommen entspannt den anderen wichtigen Dingen des Lebens widmen. Dem Vernehmen nach soll der Rest der Welt während des Turniers gar nicht still gestanden haben. Doch beim Studium von Zeit-Online war es für uns eben vorbei mit Entspannung. Vor Staunen wäre uns sogar fast das zweite Frühstück aus dem Gesicht gefallen. »Alemannia, wir kommen!« steht da neben einem Foto von Spaniens Edeljoker Daniel Guiza. Man könnte ja meinen, das sei eine Kampfansage an die Jogi-Jungens. Aber das spanische Deutschland hat nur ein einfaches Nordpol. DoppelNordpol, das sind wir, die Schwarz-Gelben aus der Kaiserstadt. Hat Jörg Schmadtke etwa heimlich, still und leise ein paar richtig dicke Fische an Land gezogen? War der nicht auch einige Tage vor Ort? Hat eventuell Cristian Fiel vermittelt? Oder dessen Oma? Und wer kommt noch außer Guiza? Immerhin steht das Ganze im Plural. Sergio Ramos vielleicht? Der würde ins Anforderungsprofil »rechter Verteidiger mit Offensivdrang« passen. Und er kennt uns noch aus seiner Zeit beim FC Sevilla. Seltsamerweise wird im Artikel selbst gar nicht auf diese Fragen eingegangen. Genaueres werden wir wohl erst nach dem Finale erfahren. Wenn es doch nur schon vorbei wäre.</p>]]></description>
				
				<pubDate>Fri, 27 Jun 2008 00:00:00 +0200</pubDate>
			</item><item>
				<title>Anpfiff 12: Kohle, Kurve, Kindergeburtstag</title>
				<link>http://www.inderpratsch.de/article.php?id=6</link>
				<description><![CDATA[<p><img class="img_texte_links" title="IN DER PRATSCH 12" src="images/ausgaben/bild_1.jpg" alt="IN DER PRATSCH 12" width="104" height="138" />Die
Alemannia geht mit bestem Beispiel voran. Da wollen auch wir uns nicht
verweigern. So haben wir beschlossen, unseren Namen trotz lukrativster
Sponsorenangebote keinesfalls herzugeben. Wir bleiben also weiter bei IN DER PRATSCH. Um den Heftbetrieb dennoch aufrechterhalten zu können,
sahen wir uns allerdings gezwungen, den bisherigen Verkaufspreis leicht
anzuheben. Dauerkartenbesitzer, sprich aktuelle Abonnenten, haben natürlich
einen Vorteil. Sie müssen bis zum Ablauf ihres Abos nicht nachzahlen.<br /> <br />Ansonsten sind wir froh, in wenigen Stunden die härteste
Zweitligasaison aller Zeiten hinter uns lassen zu dürfen. Wir weinen
ihr keine Träne nach. Nein, nicht wegen des Tabellenplatzes. Vielmehr
sind wir erschrocken über die spielerische und vor allem charakterliche
Armut großer Teile des balltretenden Personals. Deshalb beschäftigen
wir uns in dieser Ausgabe schwerpunktmäßig mit dem Fan und seiner
Kurve. Dabei blicken wir über den mitunter arg engen schwarz-gelben
Horizont hinaus. Auch aus aktuellem Anlass. Schließlich scheint sich
nun endlich in Sachen Fanprojekt etwas Konkretes zu tun. Wir haben
versucht, ausführlich darzustellen, was solch eine Einrichtung
überhaupt soll.<br /> <br />War sonst noch was? Ach ja. Wir feiern fünf Jahre In der Pratsch.
Nicht, dass das wahnsinnig aufregend wäre. Doch ein schnelles Öffnen
unseres Poesiealbums konnten wir uns dann doch nicht verkneifen. Und
weil man anlässlich solch eines Ereignisses immer eine zukunftsweisende
Tat erwartet, haben wir den uns mittlerweile ziemlich nervenden
Wortbildmonstern in den Vorwortüberschriften den Garaus gemacht. Echt
klasse, wa?<br /> <br />Jenoch jemullt: Anpfiff</p>]]></description>
				
				<pubDate>Fri, 16 May 2008 00:00:00 +0200</pubDate>
			</item></channel>
				</rss>
