Zwischenruf: Nicht ganz richtig
Ganz im Gegenteil
»Und? Wie war es in Nürnberg?« Diese Frage hat jeder aus dem
Pratsch-Septett in den letzten vierzehn Tagen mehrfach gestellt bekommen.
Inzwischen sind alle Verwandten, Freunde und Bekannten im ausreichenden Masse
informiert. Wobei wir es eigentlich auch belassen wollten. Denn ganz ehrlich:
Wen da draußen interessieren schon ernsthaft die Details unseres kleinen
Redaktionsausflugs ins Frankenland? Ein Abend mit Katrin Müller-Hohenstein,
César Luis Menotti und »Jünter«. Wie spannend! Schilderungen von Zugfahrten,
nebst Aufzählen der vernichteten Gerstenkaltschalen waren ohnehin noch nie
unsere Stärke. Darum hatten wir Block und Bleistift ganz bewusst zu Hause
gelassen. Das Schreiben über die Fußball-Kultur-Gala wollten wir den Damen und
Herren überlassen, die sich damit auskennen. Mit Gala-Berichterstattung,
wohlgemerkt. Nicht unbedingt mit Fußball-Kultur.
Als uns jetzt ein Schnipsel aus der »Süddeutschen Zeitung« in die Hand fiel, sahen wir uns aber gezwungen, eine Kleinigkeit richtig zu stellen. Schließlich hat SZ-Schreiberin Birgit Schönau unserem Preisabholer da etwas in den Mund gelegt, das so nicht gesagt worden ist. Zumindest nicht von ihm. Weder er noch irgendjemand sonst aus der Redaktion erhebt den Anspruch, die Kurve zu alphabetisieren. Ganz im Gegenteil. Auf lange Sicht wollen wir weg von den lästigen Texten. Die Fotostrecke in der letzten Ausgabe war ein erster Schritt in die richtige Richtung. Und um zu zeigen, wie ernst uns diese Sache ist, bereiten wir derzeit die Gründung eines eigenen Fanklubs vor. Fest steht bislang allerdings nur der Name: »Anal-Phabetika-Fanklub«. Alles Weitere klären wir nach dem Erscheinen unseres nächsten Heftes. IN DER PRATSCH 15 kommt im Dezember. Vorerst noch mit Buchstaben. Dafür aber garantiert ohne Gala und Gerstenkaltschale.