Ausgewählte Ausgabe

Aufgestiegen. Alemannias Amateure zurück in der Oberliga. Keine Ahnung von Fußball: das Mädchen aus der Fanshopwerbung. Ein Sturmtank beim Stadtrundgang in Maastricht. Und ein Wörterbuch zum Ausschneiden. Öcher Krau - Europa. UEFA-Pokal! Vieja puta!

Ausgezeichnet: Jetzt reden wir.

»Es ist eine Sensation.«

Seit vergangenen Freitag steht es fest: IN DER PRATSCH ist das »Fanzine des Jahres«. Auch ein Wochenende nebst intensiver Redaktionsparty später erscheint den Machern diese Auszeichnung höchst surreal. Die Stimmen zur Wahl.

Wenn Ihr uns fragt...Wolfram Esser: »Der Erwartungsdruck war immens. Zentnerschwer lastete der Gemütszustand einer ganzen fußballverrückten Region auf unseren Schultern. Doch wir haben uns dieser Situation gestellt und sie in einem beispiellosen Kraftakt gemeistert. Auf diesen Erfolg können wir in den kommenden, schweren Wochen aufbauen.«

Carl Brunn: »Ich kann es immer noch nicht so recht begreifen. Davon muss ich mir erstmal ein Bild machen.«

Amien Idries: »Im Grunde waren wir schon froh, überhaupt nominiert worden zu sein. Die Konkurrenz war stark. Viele der anderen Blätter haben schließlich deutlich bessere finanzielle Möglichkeiten. Zum Teil wird da unter regelrecht professionellen Bedingungen gearbeitet. Dass es für uns trotzdem zum Sieg gereicht hat, ist mehr als eine Überraschung. Es ist eine Sensation.«

Ingo Deloie: »Wo es nichts kritisch begleitend zu berichten gibt, greift kritisch begleitende Berichterstattung ins Leere. Daher gilt mein besonderer Dank den diversen Gremien der Alemannia, die uns diesbezüglich immer so hervorragend zuarbeiten. Eine Vereinszeitschrift, wie von der Jury proklamiert, sind wir deswegen aber noch lange nicht.«

Carsten Schmidt: »Es war ein knapper, aber letzten Endes wohl verdienter Sieg. Wir mussten bis an die Grenzen unserer Leistungsfähigkeit gehen. Und teilweise sogar darüber hinaus. Bis zuletzt hat uns St. Pauli enorme Probleme bereitet. Gegen den ›Übersteiger‹ werden es auch andere Magazine noch sehr schwer haben.«

Günther Dollendorf: »Unsere abwartende Herangehensweise hat sich bezahlt gemacht. Schließlich verfügen unsere Gegner teilweise über hervorragende Individualisten. Aber wir haben uns als Kollektiv dagegen gestemmt, haben defensiv jederzeit kompakt gestanden und zum richtigen Zeitpunkt die entscheidenden Nadelstiche setzen können. Ich bin überglücklich.«

Christoph Löhr: »Natürlich überwiegt die Freude. Mit diesem Titel im Rücken lässt sich in den nächsten Ausgaben befreit aufschreiben. Ein Wehrmutstropfen bleibt allerdings: Die DFL hat für den Tag der Preisverleihung das Heimspiel gegen Energie Cottbus angesetzt. Dieses Fußballfest werden wir nun schweren Herzens verpassen.«

Chantal de Winter: »Der erste Moment, wo mich die Jungens das mit der Preis verklickert haben, hab ich das ersemal nicht für wahr jenommen. Der zweite Moment hab ich dann en Pikkolöchen jeköpft. Man muss de Feste feiern, wie se da liejen. Hat mein Omma auch immer jesacht.«